Feb 06

Fachwirt Wirtschaftsprüfung – Kosten und Nutzen

Bislang berichteten wir zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ über folgende Themen:

Teil 1: „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ im Allgemeinen,

Teil 2: Prüfungsausschüsse,

Teil 3: Zielgruppen,

Teil 4: Prüfung,

Teil 5: Prüfungsinhalte.

Nun kommen wir zu den Kosten, die mit dem „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ verbunden sind, sowie zum daraus resultierenden Nutzen.

Bezüglich der Kosten sind vor allem zu berücksichtigen:

  • Gebühren der WPK
  • Fahrt- und Übernachtungskosten im Hinblick auf die Prüfung
  • Kosten für die Vorbereitung und
  • sonstige Kosten.

Gebühren der WPK

Die Prüfungsordnung für den „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ ist am 04.12.2019 auf der Netzseite der WPK veröffentlicht worden und somit in Kraft getreten. Der Beirat der WPK tagte am selben Tag und beschloss die 18. Änderung der Gebührenordnung der WPK welche bereits am 05.12.2019 durch das BMWi genehmigt wurde. Diese Änderung bezog sich allein auf den „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“. Demnach fallen an

  • 150 Euro für die Bearbeitung des Zulassungsantrags zur Prüfung sowie
  • 600 Euro als Prüfungsgebühr.

Insgesamt sind also 750 Euro fällig. Die einzelnen Beträge reduzieren sich jeweils auf die Hälfte,

  • wenn der Antrag zurückgezogen wird (dann fallen also nur 75 Euro an) bzw.
  • ein Kandidat bis zum Ende der Bearbeitungszeit der letzten (also dritten) Klausur zurücktritt (dann sind also hierfür nur 300 Euro zu zahlen, wobei die 150 Euro für die Bearbeitung des Zulassungsantrags nicht mehr halbiert werden; insgesamt beliefen sich die Kosten bei entsprechend abgebrochener Prüfung dann auf 450 Euro).

Sofern man sich also spätestens in der 89. Minute der Bearbeitungszeit (insgesamt 90 Minuten) der letzten Klausur sicher ist, dass man den schriftlichen Prüfungsteil nicht bestehen wird (hierzu zählen die kumulativen Kriterien

  1. mindestens 30 Punkte je Klausur sowie
  2. durchschnittlich mindestens 45 Punkte über alle drei Klausuren hinweg,)

kann man seine Prüfungsgebühr noch um 300 Euro (auf 300 Euro) reduzieren.

Fahrt- und Übernachtungskosten im Hinblick auf die Prüfung

Die Höhe dieses Kostenbestandteils ist davon abhängig,

  • wie weit der Ort des schriftlichen Prüfungsteils vom Wohn- oder Dienstort entfernt ist,
  • über wie viele Tage der schriftliche Prüfungsteil gestreckt wird,
  • ob man zum mündlichen Prüfungsteil zugelassen wird,
  • wie weit der Ort des mündlichen Prüfungsteils vom Wohn- oder Dienstort entfernt ist sowie
  • vom gewählten Hotel und vom Verkehrsmittel.

Kosten für die Vorbereitung

Die Kosten für die Vorbereitung können sich individuell sehr unterscheiden. Sie sind vor allem abhängig von der Vorbildung und der Erfahrung, also von den vorhandenen Kenntnissen und Fähigkeiten des jeweiligen Kandidaten. Unterstellt man, dass zur Vorbereitung auf einen erfahrenen Seminaranbieter mit einem strukturierten Angebot zurückgegriffen werden muss, dann sind aus finanzieller Sicht vor allem relevant:

  • die Seminarpreise und Konferenzpauschalen für die einzelnen Präsenzphasen,
  • damit verbundene Reise- und Übernachtungskosten,
  • die Zahl der notwenigen Seminare und der Seminartage,
  • die Zusatzkosten für ggf. notwendige Fernkurse sowie für aktuelle Fachliteratur und Gesetzestexte sowie
  • die vom Seminaranbieter gewährten Vergünstigungen z. B. aufgrund von „Paketbuchungen“ (beispielsweise eines kompletten Lehrgangs), von „Gruppenbuchungen“ (etwa für mehrere Teilnehmer einer Kanzlei) und der Mitgliedschaft bei bestimmten Berufsverbänden.

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Seminaranbieter sollte nicht nur auf die Höhe der Kosten geachtet werden, sondern auch auf die Expertise des Anbieters sowie die Passgenauigkeit des Angebotes und eine diesbezügliche Flexibilität z. B. nur bestimmte (vermeintlich notwendige) Kurse auswählen zu können.

Sonstige Kosten

Darüber hinaus sind schließlich auch die Opportunitätskosten zu berücksichtigen, denn die Prüfungsteilnahme und vor allem die damit verbundene Vorbereitung nimmt sehr viel (Frei-)Zeit in Anspruch. Zusätzlich kann dies durchaus sehr „viele Nerven kosten“.

Kostenübernahme

Da – wie nachfolgend skizziert wird – mit der Fortbildung und der Fortbildungsprüfung zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ auch für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft(en) ein erheblicher Nutzen verbunden ist, sollte ein Kandidat mit der Praxisleitung Gespräche über eine mögliche Kostenübernahme führen. Ein wichtiges Argument kann dabei auch sein, dass wesentliche Teile der Vorbereitung neben der Berufstätigkeit erfolgen (z. B. bei Präsenzveranstaltungen an Samstagen).

Nutzen

Vor jeder wichtigen Entscheidung – ob privat oder dienstlich – sollte eine Abwägung von Kosten und Nutzen erfolgen. Während die Kosten in vielen Fällen leicht zu beziffern sind, ist dies beim Nutzen schwieriger. Gleichwohl sollen nunmehr mögliche Vorteile für die Prüfungsvorbereitung, die Inangriffnahme der Prüfung und den Einsatz eines „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ sowohl aus Sicht des Kandidaten als auch aus Sicht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft benannt werden:

Grundsätzliche Vorteile:

  • Der Berufstand benötigt qualifizierten Berufsnachwuchs, um den beruflichen Herausforderungen zu entsprechen. Die zunehmende Komplexität der gesetzlichen Regelungen und die wachsenden Bedürfnisse der Berufspraxis verlangen einen professionellen Umgang mit Wissensinhalten sowie eine permanente Lernbereitschaft auch unterhalb der Karrierestufe der Berufsträger. Mit dem „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ wird die Lücke zwischen dem Berufseinstieg und dem WP-Examen nun höchstoffiziell geschlossen.
  • Die Vorbereitung auf die Prüfung zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“, z. B. mit der im Hinblick auf den zertifizierten Prüfungsfachwirt seit mehreren Jahren erfahrenen DAWUR GmbH, dient deshalb der Vermittlung von praxisrelevantem Fachwissen im wirtschaftlichen Prüfungswesen und in den einschlägigen benachbarten Fachgebieten. Anschließend erfolgt die qualifizierte Überprüfung der beruflichen Handlungsfähigkeit.
  • Der „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ stellt ein Qualitätsmerkmal für geprüftes Fachwissen Dabei liegt es in der Verantwortung der WPK im Allgemeinen sowie der Prüfungsausschüsse und des Aufgabenerstellungsausschusses im Besonderen, ob die Vorgaben der PO im Sinne der Belange der Berufspraxis umgesetzt werden. Dies muss – das sei hier am Rande bemerkt – beobachtet und ggf. umgehend korrigiert werden.
  • Die Erfolgswahrscheinlichkeit in der Prüfung ist stark von der Prüfungsvorbereitung und somit auch von der Wahl des Seminaranbieters abhängig. Die DAWUR GmbH engagiert sich seit 2009 (damals noch unter anderer Firmierung) bundesweit, den Berufsnachwuchs effektiv auf die Berufspraxis vorzubereiten. Seit 2017 erfolgt dies im Rahmen des durch die DAWUR GmbH ins Leben gerufenen Zertifizierungslehrgangs zum „Prüfungsfachwirt“, der ohne Untertreibung als Vorbild oder zumindest als Vorreiter des „Fachwirts Wirtschaftsprüfung (WPK)“ bezeichnet werden kann. In unseren Vorbereitungskursen wird das aktuelle Expertenwissen von engagierten und renommierten Referenten vermittelt. Dieses, die zugleich erworbenen Problemlösungskompetenzen sowie dabei erweiterten Sozialkompetenzen befähigen die Seminarteilnehmer und Kandidaten zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ zu einer sowohl effektiveren als auch effizienteren Arbeitsweise.
  • Jeder Teilnehmer eines Vorbereitungslehrgangs erhält unabhängig von der Prüfungsteilnahme bzw. vom Bestehen der Prüfung eine Fortbildungsbescheinigung gemäß §§ 5, 7 BS WP/vBP.

Weitere Vorteile für die Kandidaten:

  • Der „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ ist Ihr persönliches Qualitätskriterium.
  • Sie erwerben das für Ihren Beruf notwendige, aber auch branchenübergreifendes Fachwissen.
  • Mit bestandener Prüfung erlangen Sie einen anerkannten Nachweis über Ihre Handlungsfähigkeit.
  • Besteht man die Prüfung zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“, erfolgt zwar keine Anrechnung auf das WP-Examen. Gleichwohl bestehen diesbezüglich zwei Vorteile: Sie erlernen in der Vorbereitung zur zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“-Prüfung bereits wesentliche Inhalte, die auch im Rahmen des WP-Examens eine Rolle spielen. Darüber hinaus kann die Prüfung zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ als erste (kleine) Simulation des WP-Examens angesehen werden, was Ihnen ein „besseres Gefühl“/eine größere Sicherheit für das WP-Examen geben kann.

Weitere Vorteile für eine WP-Gesellschaft:

  • Die Absolventen zum „Fachwirt Wirtschaftsprüfung (WPK)“ sollten allen karrierespezifischen Anforderungen in der Praxis gewachsen sein.
  • Ein frühzeitiges Engagement kleiner und mittelgroßer WP-Kanzleien führt zur Vorreiterrolle. Hiermit können Vorteile in der Rekrutierung qualifizierten Berufsnachwuchses generiert sowie die Fluktuation reduziert werden.
  • Wenn Sie engagierten Mitarbeitern die Fortbildung und die Fortbildungsprüfung ermöglichen, erhöhen Sie die Motivation und die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter.
  • Motivierte und zugleich qualifizierte Mitarbeiter steigern schließlich in mehrfacher Hinsicht die Wettbewerbsfähigkeit einer Kanzlei.

Gern informieren wir Sie demnächst über die mögliche Vorbereitung auf die Prüfung und geben anschließend grundsätzliche Hinweise für eine erfolgreiche Prüfung. Falls Sie bis hierhin konkrete Fragen haben, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme: info@dawur.de.

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